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Location: Regenbogentram, Linie 13
Daten: Januar - Februar 1999

Eine Live-Performance der besonderen Art verspricht das Camera Obscure Mobile Tram
("ZÜRICH VERKEHRT”) zu werden: Tramfahren als surreales Erlebnis. Mit Hilfe
der Technik der Camera Obscura dreht sich die ganze Stadt buchstäblich auf den
Kopf, die Aussicht aus dem Fenster wird zum facettenartigen Bilderkaleidoskop, das
während der Fahrt eine verwirrende Animation erfährt. (Ab Januar, Linie
13)
Die Faszination an der Camera Obscura (oder anders formuliert "Lochkamera”)
liegt darin, dass die Beschaffenheit des Loches oder auch mehrerer Öffnungen
das Bild prägen. Die Anordnung der Löcher wiederum ergeben einerseits eine
Multiplikation der Aussicht und andrerseits ein Muster in sich, ein facettenartiges,
seitenverkehrtes Bildergeflecht.
Unendliche optische Spielereien sind möglich: Die Fensteraussicht verzieht,
multipliziert sich und wird abstrakt. Die Bilder bzw. Bildergeflechte werden animiert
durch das Fortbewegen des Trams. Der Fahrgast sieht alles mit Facettenaugen. Bewegte
Bilder, Muster und Wahrnehmungsszenarien, wie sie die Natur nicht vorgesehen hat.
Konzept und Realisation: Nik Schwabe und Cyril Brunner |