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"vodka konkav" von Helena Waldmann
vodka konkav nach Wenedikt Jeofejews Poem Die Reise nach Petuschki Mit der multimedialen Illusion Performance zeigen die Veranstalter, dass dem 3-D Gebiet keine Grenzen gesetzt sind. Helena Waldmann inszeniert in ihrer Performance ein raffiniertes Spiel mit Realität und Trugbild und erlaubt uns keinen direkten Blick auf das Geschehen im Bühnenkasten, sondern leitet ihn auf fünf riesige Spiegel um. Licht- und Filmprojektionen mischen sich dort so perfekt mit dem vielfach reflektierten Bild von Tänzern, das man über das Wahrgenommene keine genauen Aussagen machen kann: Wieviele Männer tanzen? Tanzen sie überhaupt oder ist dies ein flippiger Video-Clip? - Ein perfekt gemachter Video-Clip, zu dem DJ Tricky Chris live einen Soundtrack aus Djungle- und Ambient- Club Musik mixt mit elektronisch gesampelter Stimme,oder ist dies ein geniales Gesamtkunstwerk, ein aussergewöhnliches und einzigartiges Zusammenspiel von Raum, Körper, Stimme, Klang, Bild, Licht und Multimedia? So halluzinatorisch wie der Seheindruck des Publikums ist auch die zum Kult-Buch avancierte Vorlage des Russen Wenedikt Jerofejews; die wüsten, phantastischen Hirngespinste des Säufers aus Moskau, der nach Petushki reisen will; die Kremlstadt aber in Wirklichkeit gar nie verlässt. Der virtuell Reisende wandert in einer irrwitztigen, ebenso bitteren wie komischen Odysee durch sein Delirium. Kurzer Ausschnitt aus "vodka konkav"
Presseausschnitt In der Nähe, so fern "..... So klar gesprochen die Sätze sind, so abschweifig ist der Inhalt; so exakt und scharf die Bewegungen der Tänzer, so unbegrenzt sind die Räume, die durch die vielfache Brechung und die Kombination mit vorproduzierten Videosequenzen entstehen. An den schönsten Stellen entwirft die Regisseurin zusammen mit ihrem Lichtmeister Herbert Cybulska und der Videospezialistin Anna Saup, tiefe, weit in die Ferne gehende Perspektiven, eine Art 3-D-Animation im realen Theatersaal. Die Künstlichkeit der Computerbilder wird dabei immer ein Stück weit aufgehoben durch die Präsenz der Tänzerkörper. Auch wenn man fast nie ganz sicher sein kann, welche Aktion jetzt gerade in Echtzeit hinter der Trennwand abläuft und was elektronisch erzeugt oder vorproduziert ist. Die Verbindung der verschiedenen Elemente, die durch eine dschungelige Club Musik zusätzlich gestärkt wird, erzeugt mitunter einen Cyberspace der rotierenden Schatten und verzerrten Gliedmassen, der kletternden Beine und sich wölbenden Leiber." Dirk Fuhrig, FR |